Zuständiger Wissenschaftler

Dr. Osvaldo Rodolfo Moutin
Osvaldo Rodolfo Moutin
Wissenschaftler
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Forschungsprojekt | Abteilung II

Salamanca in Amerika

Die Schule von Salamanca interessiert die rechtshistorische Forschung traditionellerweise vor allem wegen ihres Beitrags zu Systemdenken und Dogmatik, also als Teil der Wissenschaftsgeschichte. Auch deswegen erscheint sie als ein iberisches und zunehmend auch europäisches Phänomen. In dem Forschungsprojekt Salamanca in Amerika soll auf ergänzende Perspektiven hingewiesen werden: auf die praktische Dimension der Schule; auf ihren Ort in einer Geschichte der Rechtsfindung; auf ihre Funktion bei der Verbreitung gelehrter Praktiken, insbesondere eines anspruchsvollen und nicht ohne Weiteres in unsere Geschichte der Systembildung passenden Kasuismus. Im Blick auf diese Dimensionen erscheint die Schule von Salamanca nicht mehr als rein europäisches Phänomen, sondern als ein über Kontinente reichendes Netzwerk. Salamanca lag dann auch in Amerika.

Das Projekt ist 2014 konzipiert worden. Es kann an wichtige Vorarbeiten in der Dissertation von Osvaldo Moutin aufbauen, die im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts entstanden ist. Auf dem 40. Deutschen Rechtshistorikertag in Tübingen im September 2014 hat Thomas Duve Überlegungen zur Präsenz Salamancas in Amerika vorgetragen, die in der Ausgabe 132 (2015) der ZRG GA publiziert wurden.

 
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