Forschungsfeld

Rechtstransfer in der Welt des common law

Das Recht Englands wurde im Gefolge der Expansion des British Empire in ganz verschiedenen Teilen der Welt eingeführt. Regeln, Prinzipien und Institutionen des englischen Rechts wurden in Regionen und Gesellschaften in Kraft gesetzt, die sich stark voneinander unterschieden, etwa in Australien, Ghana, Indien, Jamaika und Singapur. In diesem Forschungsfeld geht es darum, wie dieser Prozess sich an verschiedenen Orten abspielte.

Häufig traf das englische Recht auf lokale oder regionale rechtliche und außerrechtliche Traditionen. In welchem Maße unterschieden sich diese Begegnungen voneinander? Gab es jemals einen einheitlichen Rechtsraum des common law? Oder nahm das englische Recht in jedem Territorium eine eigenständige Färbung an, je nach Geographie, Klima und den vorherrschenden religiösen, moralischen und wirtschaftlichen Ansichten der Bewohner? Können wir schließlich aus den Erfahrungen des englischen Rechts etwas über die allgemeine Debatte über Rechtsrezeptionen oder sogar ganz grundsätzlich über die Entwicklung von Recht im Allgemeinen erfahren?

Das Forschungsfeld wird sich zunächst hauptsächlich auf folgende Regionen konzentrieren: Indien, Südostasien und die Karibik. Fallstudien befassen sich mit verschiedenen Rechtsgebieten, unter anderem dem Verfassungs-, Vertrags- und Immobiliarsachenrecht sowie dem Recht des geistigen Eigentums. Ebenso wichtig sind die Methoden der Konfliktregulierung in staatlichen Gerichten und alternativen Foren.

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