Kooperationen

Kooperationen

Bei stetig zunehmender Internationalisierung und immer stärker interdisziplinär zugeschnittenen Forschungsfragen weiten sich historische Erinnerungsräume. Die Nachfrage nach disziplinärem Fachwissen zur europäischen Rechtsgeschichte steigt in gleichem Maße wie die Ergebnisse der Forschung anderer Disziplinen ihre Aufmerksamkeit verlangt.

Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte begegnet diesen Entwicklungen durch wachsende Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene. Die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Europa und der Welt verwirklicht sich in gemeinsamen Konferenzen, Seminaren, Vortragsreihen, gemeinsamen Publikationen und Forschungsprojekten, die zunehmend auch die gemeinsame Betreuung von Promovierenden umfasst.

Derzeit pflegt das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte umfangreiche Kontakte zu Einrichtungen in Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kolumbien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Peru, Portugal, Spanien und den USA.

Indem es konsequent neue Themenfelder erschließt, hat sich das Institut in den letzten Jahren zudem ausgewählten Globalregionen jenseits von Europa zugewandt. Dadurch hat sich die Zusammenarbeit zur Rechtsgeschichte Lateinamerikas intensiviert aber auch die Arbeit über Translation im Ostasiatischen Raum.

Neben den internationalen Kooperationen spielt die Zusammenarbeit in der Wissenschaftsregion Rhein-Main eine wichtige Rolle, insbesondere die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Goethe-Universität. Die Universität misst mit fünf rechtshistorischen Lehrstühlen der Rechtsgeschichte eine im internationalen Maßstab herausragende Bedeutung zu und trägt damit dazu bei, den Standort Frankfurt am Main als Ort der Rechtsgeschichtswissenschaft zu profilieren. Max-Planck-Institut und Goethe-Universität betrieben bis Ende 2014 gemeinsam die „International Max Planck Research School for Comparative Legal History“, das Institut ist zudem an den Verbundprojekten „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem LOEWE-Schwerpunkt „Gerichtliche und außergerichtliche Konfliktlösungen“ beteiligt. Gemeinsam mit der Goethe-Universität ist es dem MPI für europäische Rechtsgeschichte gelungen, das Forschungsprojekt „Die Schule von Salamanca“ als Langzeitvorhaben der Mainzer Akademie zu etablieren. Seit 2015 ist das Institut mit zwei Projekten am Sonderforschungsbereich 1095 "Schwächediskurse und Ressourcenregime" beteiligt.

Schließlich sollten die Beziehungen zur Göttinger Akademie, basierend auf der Forschungsstelle „Edition und Bearbeitung byzantinischer Rechtsquellen“, nicht unerwähnt bleiben, ebenso wenig wie die Zusammenarbeit mit universitären Partnern und anderen Max-Planck-Instituten in Form der „Max Planck Research School on Retaliation, Mediation and Punishment (REMEP) oder der Zusammenschluss rechtswissenschaftlich arbeitender Max-Planck-Institute im Rahmen des Legal Studies Network.