Projektleitung

Dipl.-Soz. Gerd Bender
Gerd Bender
Wissenschaftler, Europabeauftragter
Telefon: +49 (69) 789 78 - 136
Fax: +49 (69) 789 78 - 169
Prof. em. Dr. Michael Kittner

Hugo Sinzheimer Institut (HSI)

Kooperation

Vernetzung im Forschungsprofil

Forschungsprojekt | Abteilung II

Initiative Arbeitsrechtsgeschichte

Das Hugo Sinzheimer Institut (HSI) und das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte haben sich auf gemeinsame Aktivitäten zur Förderung der Geschichte des Arbeitsrechts verständigt. Dazu sind diese Einrichtungen aus ihrem jeweiligen Selbstverständnis geradezu prädestiniert, technisch gefördert durch die räumliche Nähe in Frankfurt am Main.

Das Arbeitsrecht bietet in seiner historisch gewachsenen Ausformung mit ihren verschiedenen normativen Schichten (staatliches – nationales und supranationales – Recht, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung) ein geradezu klassisches Beispiel für Regulierung jenseits einer monistischen Staatlichkeit. Indem ein starker Akzent auf das rechtstheoretische Themenfeld ‚Private Gesetzgebung und avancierte Governance’ gesetzt wird, trägt die Initiative zur Entwicklung des Forschungsschwerpunkts Multinormativität auf einem wichtigen Feld bei.

Mit dem HSI verfügt das MPI über einen leistungsstarken Projektpartner. Er kann insbesondere dazu beitragen, den gebotenen Wissenstransfer zwischen historischer Grundlagenforschung und ‚geltendem Recht’ zu unterstützen. Das HSI sieht sich als Forschungsinstitut ausdrücklich in der Tradition seines Namensgebers Hugo Sinzheimer. Als Wissenschaftler begründete er die ‚normative Kraft des Tarifvertrages’ und trug mit seinen Ideen maßgeblich zur verfassungsrechtlichen Verankerung von Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie bei. In diesem Sinne pflegt das HSI ein Verständnis arbeits- und sozialrechtlicher Forschung, das diese unterschiedlichen Aspekte integriert und auch soziologische, rechtspolitische, internationale und rechtsvergleichende Elemente umfasst.

Das Jahr 2015 dient dazu, die Zusammenarbeit zu erproben und auf dieser Grundlage dann über Verstetigungsmöglichkeiten zu entscheiden.

Im Dezember 2015 findet eine erste Tagung statt: „Große nationale Sozialpartnervereinbarungen zum Arbeitsrecht“ mit Vorträgen zum Stinnes-Legien-Abkommen von 1918, zum Hattenheimer Abkommen von 1950, zum schwedischen Saltsjöbaden-Abkommen von 1938 und zum zeitgleich gelagerten Schweizer Friedensabkommen.

 
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