Zuständiger Wissenschaftler

Dipl.-Soz. Gerd Bender
Gerd Bender
Wissenschaftler, Europabeauftragter
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Vernetzung im Forschungsprofil

Forschungsprojekt | Abteilung II

Diskurse der privaten Macht

Deutsches Reich 1890–1933

Die Frage nach der Präsenz privater Akteure im Teilsystem der Politik hat – auch und gerade – die ‚staatswissenschaftliche’  Debatte im Untersuchungszeitraum geprägt. In dieser Debatte geht es um die Inklusion/Exklusion organisierter diverser Interessen in ‚Politik’ und um die damit verbundenen Chancen einer komplexen Ordnung. Nicht wenige Autoren optierten für einen klugen und listenreichen Leviathan, der sich als Zentrum eines weiter gefassten politischen Systems versteht und damit der Herausforderung der diversen sozialen Verhältnisse entsprechen kann.  Andere betonen das Risiko einer zerfasernden Staatlichkeit, eines „quantitativ totalen“ Staats oder des gesellschaftszersetzenden Missbrauchs der privaten Macht. Auf diese andere Seite des Diskurses wird sich der Aufsatz fokussieren. Im Vordergrund stehen die Staatsrechtler Conrad Bornhak und Carl Schmitt sowie – mit einer besonderen Unterstreichung – der Mitbegründer des Ordo-Liberalismus Franz Böhm.  

 
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