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Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte

Prof. Dr. Thomas Duve

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Prof. Dr. Thomas Duve | Abteilung II

Prof. Dr. Thomas Duve
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Forschungsinteressen

Thomas Duve arbeitet vor allem zur Rechtsgeschichte der imperialen Räume der iberischen Monarchien der Frühen Neuzeit und zu globalhistorischen Perspektiven auf die europäische Rechtsgeschichte. Ein gesteigertes Interesse gilt hier der Geschichte des kirchlichen Rechts und der Moraltheologie, insbesondere der Schule von Salamanca (vgl. dazu z.B. Duve, Kanonisches Recht, 2009; Duve, Konzil als Autorisierungsinstanz, 2010; Duve, Katholische Moraltheologie, 2011; Duve, Salamanca in Amerika, 2015; Duve, Producción, 2018), aber auch des internationalen Rechts (z.B. Duve, Friendship, 2012; Duve, Spatial Perceptions, 2017; Duve, El Tratado de Tordesillas, 2017).

Zur Zeit stehen in diesem ...

... Bereich die Projekte‚Die Schule von Salamanca‘ sowie das ‚Wörterbuch zur Geschichte des kirchlichen Rechts in Hispano-Amerika und den Filippinen‘ im Mittelpunkt. Ergebnisse einer Reihe von einschlägigen workshops in Lateinamerika sowie die ca. 1600 Seiten umfassenden Kongressakten des vom MPIeR ausgerichteten 19. Kongresses des Instituto Internacional de Derecho Indiano in Berlin (August 2016) sind publiziert (Duve, Actas, 2017). Zwei Bände zur Schule von Salamanca als Fall globaler Wissensproduktion im Bereich von Normativität (vgl. die Einführung zur Tagung in Duve, Producción, 2018) sowie zur pragmatischen Literatur und deren Bedeutung für die Herausbildung normativer Ordnungen in den iberischen Imperien werden gegenwärtig zur Publikation in einer neuen open access Reihe beim Verlag Brill „Max Planck Studies in Global Legal History of the Iberian Worlds“ vorbereitet (Publikation voraussichtlich 2019). Sie sollen unterschiedliche Perspektiven auf die Produktion von Normatvitätswissen in der Globalisierung der Frühen Neuzeit ermöglichen. Diese Perspektiven stehen auch im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts der Abteilung II, ‚Glocalizing Normatvities‘, das im Jahr 2018 konzipiert und 2019 begonnen wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der Rechtsgeschichtswissenschaft sowie Fragen der rechtshistorischen Methode. Dem dienen u.a. die Beschäftigung mit ‚Multinormativität‘ am Exzellenzcluster ‚Die Herausbildung normativer Ordnungen‘ (z.B. Duve, Multinormativität, 2017, eine Bestandsaufnahme der ‚Rechtswissenschaft in der Berliner Republik‘ sowie eine Reihe von Einzelpublikationen, insbesondere zu Problemen der Methode transnationaler Rechtsgeschichtswissenschaft (Duve, Europäische Rechtsgeschichte, 2012; German Legal History, 2014 ; Duve, Internationalisierung und Transnationalisierung, 2015; Duve, Global Legal History, 2017; Duve, Setting Europe in Perspective, 2018).

Projektleitung

Vita

Thomas Duve wurde 1967 in Hamburg geboren. Nach Studium in Heidelberg, Buenos Aires, München und Rechtsreferendariat in Hamburg war er als Fakultätsassistent an der Universität München, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann als Leiter eines Teilprojekts am SFB 573 (Pluralisierung und Autorität in der Frühen Neuzeit) in München tätig. Promotion 1997, Habilitation 2005 (Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte, Historische Rechtsvergleichung, Kirchenrecht und Rechtsphilosophie). Von 2005 bis 2009 war er Professor für Rechtsgeschichte mit sog. dedicación especial en investigación an der Juristischen Fakultät und Professor für Geschichte des Kirchenrechts an der Fakultät für Kirchenrecht der Pontificia Universidad Católica Argentina (UCA) sowie Mitglied des Direktoriums des Instituto de Investigaciones de Historia del Derecho, Buenos Aires.

Seit 2009 ist er Wissenschaftliches Mitglied der MPG, seit 2010 Direktor am MPIeR und Professor für vergleichende Rechtsgeschichte am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe Universität Frankfurt. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Rechtsgeschichte-Legal History sowie der Schriftenreihen des Max-Planck-Instituts, der Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Mohr Siebeck), der Reihe Politische Philosophie und Rechtstheorie des Mittelalters und der Neuzeit (PPR) und der Reihe methodica – Einführungen in die rechtshistorische Forschung.

Er ist ordentliches Mitglied der Academia Europaea und der  Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Partner Investigator des Frankfurter Excellenzclusters  Herausbildung normativer Ordnungen, Mitglied des Sonderforschungsbereichs ‚Schwächediskurse und Ressourcenregime‘ (seit 2015) und seit 2017 korrespondierendes Mitglied der Academia Nacional de Historia de la República Argentina. Er wirkt in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten und Gremien mit (Max-Weber-Stiftung, Bonn; Werner-Reimers-Stiftung, Bad Homburg; Forum Transregionale Studien, Berlin).

Publikationen (Auswahl, 2018-2019)

  • 复规范性”从何谈起:法律全球化的知识挑战 ( = What is Multinormativity? Responding to the Intellectual Challenges of Legal Globalization, translated by Fupeng Li), Peking University Law Journal 31,1 (2019), 21-36.
  • Symposium: Legal History and Comparative Law: A Dialogue in Time of the Transnationalization of Law and Legal Scholarship, The American Journal of Comparative Law, Volume 66, Issue 4, 31 December 2018, online: https://academic.oup.com/ajcl/issue/66/4
  • Indigenous Rights: Latin America, in: Dubber, Markus/Tomlins, Christopher (eds.), The Oxford Handbook of Legal History, Oxford: OUP 2018, pp. 817-837, https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780198794356.013.42
  • La Escuela de Salamanca: ¿un caso de producción global de conocimiento? : consideraciones introductorias desde una perspectiva histórico-jurídica y de la historia del conocimiento, The School of Salamanca Working Paper Series, 2018, 2, urn:nbn:de:hebis:30:3-376152
  • Global Legal History. Setting Europe in Perspective, in: Pihlajamäki, Heikki/Dubber, Markus/Godfrey, Mark (eds.), The Oxford Handbook of European Legal History, Oxford: OUP 2018,  pp. 115-139, https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780198785521.013.5
  • Legal Traditions. A Dialogue between Comparative Law and Comparative Legal History, in: Comparative Legal History 6:1 (2018), https://doi.org/10.1080/2049677X.2018.1469271
  • Ein fruchtbarer Gärungsprozess? Rechtsgeschichtswissenschaft in der Berliner Republik, in: —/Ruppert, Stefan (eds.), Rechtswissenschaft in der Berliner Republik, Frankfurt am Main/Berlin: suhrkamp, 2018, pp. 67-120
 
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