Universalität und Partikularität des Völkerrechts in geschichtlicher Perspektive.
Aufsätze zur Völkerrechtsgeschichte 2008–2015

Universalität und Partikularität des Völkerrechts in geschichtlicher Perspektive.
Aufsätze zur Völkerrechtsgeschichte 2008–2015
Studien zur Geschichte des Völkerrechts 33

Heinhard Steiger

Studien zur Geschichte des Völkerrechts 33
Baden-Baden: Nomos 2015. XVI, 519 S.

ISBN 978-3-8487-2399-7 (Print)
ISBN 978-3-8452-6525-4 (ePDF)


Die in diesem Band gesammelten Aufsätze zur Geschichte des Völkerrechts sind bis auf den fünften Aufsatz zwischen 2008 und 2015 erschienen. Er schließt an den 2009 in dieser Reihe erschienenen ersten Aufsatzband „Von der Staatengesellschaft zur Weltrepublik?“ an. Die Beiträge thematisieren die Geschichte des Völkerrechts zwischen den den Polen Universalität und Partikularität. Der erste Teil der hier aufgenommenen Aufsätze ist unmittelbar oder mittelbar Fragen der Universalität des Völkerrechts und einer universellen oder globalen Völkerrechtshistoriographie gewidmet. In den Aufsätzen des zweiten Teils werden unterschiedliche Fragestellungen des partikularen europäischen Völkerrechts erörtert. Aus dem Zusammenspiel beider Teile wird einiges von der Spannung zwischen beiden Polen sichtbar.

I. Universalität

  1. Universality and Continuity in International Public Law?
  2. Von einer eurozentrischen zu einer globalen Völkerrechtsgeschichte?
  3. Was heißt und zu welchem Ende studiert man Völkerrechtsgeschichte?
  4. Emanzipiert sich das universelle Völkerrecht der Gegenwart von seinem europäischen Ursprung?
  5. Gerechter Friede – Das Zweite Vatikanische Konzil und die Päpste zur Internationalen Friedensordnung
  6. Die Freiheit der Meere und das Naturrecht – Zur naturrechtlichen Argumentation in einem politischen Konflikt der Frühen Neuzeit
  7. Das natürliche Recht der Souveränität der Völker – Die Debatten der Französischen Revolution 1789–1793
  8. Kein politischer Frieden ohne Religionsfrieden, kein Religionsfrieden ohne Rechtsfrieden – Das Modell des Westfälischen Friedens
  9. ‚Bellum iustum‘ versus Gewaltverbot? – Humanitäre Intervention und ‚just war‘ gegen Schurkenstaaten
  10. Georg Schwarzenberger (1908–1991)

II. Partikularität

  1. Zwischen-Mächte-Recht im Frühmittelalter
  2. Ius belli in der Völkerrechtsgeschichte – universelle Geltung oder Beschränkung auf „anerkannte Kulturvölker“?
  3. Bündnissysteme um 1600. Verflechtungen – Ziele – Strukturen
  4. Frieden und Religion in der Völkerrechtspraxis um 1600 oder die Geburt des europäischen Völkerrechts
  5. Supremat – Außenpolitik und Völkerrecht bei Leibniz
  6. Was haben die Untertanen vom Frieden?
  7. Das Völkerrecht und der Wandel der internationalen Beziehungen um 1800
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