Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 285

Revolten und politische Verbrechen zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert

Rechtliche Reaktionen und juristisch-politische Diskurse

Herausgegeben von Angela De Benedictis und Karl Härter unter redaktioneller Mitarbeit von Tina Hannappel und Thomas Walter

Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 285
Frankfurt am Main: Klostermann 2013. X, 477 S.

ISSN 1610-6040
ISBN 978-3-465-04198-6

Revolten und politische Verbrechen zwischen dem 12. und 19. JahrhundertRechtliche Reaktionen und juristisch-politische DiskurseHerausgegeben von Angela De Benedictis und Karl Härter unter redaktioneller Mitarbeit von Tina Hannappel und Thomas WalterStudien zur europäischen Rechtsgeschichte 285Frankfurt am Main: Klostermann 2013 Bild vergrößern
Revolten und politische Verbrechen zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert
Rechtliche Reaktionen und juristisch-politische Diskurse
Herausgegeben von Angela De Benedictis und Karl Härter unter redaktioneller Mitarbeit von Tina Hannappel und Thomas Walter
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 285
Frankfurt am Main: Klostermann 2013 [weniger]

Der Band präsentiert 17 Beiträge, die vormoderne bäuerliche, städtische und adlige Revolten und Aufstände mit der Thematik des politischen Verbrechens verbinden und insbesondere aus der Perspektive der rechtlichen Reaktionen und juristisch-politischen Diskurse thematisieren. Politik-, rechts-, kriminalitäts- und mediengeschichtliche Ansätze kombinierend, untersuchen Historikerinnen und Historiker aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Spanien die Wechselwirkungen von Revolten und politischem Verbrechen zwischen dem Mittelalter und der beginnenden Moderne. Neben allgemeinen Beiträgen zur Rechtsentwicklung, der politischen Theorie und der Rolle der Medien stehen Fallstudien zu Aufruhr und Revolten in zahlreichen europäischen Ländern, wobei auch grenzübergreifende Wirkungen einbezogen werden. Über die bisherige, weitgehend sozialgeschichtlich und an den Paradigmen “Protest” und “Widerstand” orientierte Forschung hinaus gehend bietet der Band neue Einsichten und Zugänge: Revolten und Aufstände konnten nicht nur als politische Kriminalität wahrgenommen und verfolgt werden, sondern stimulierten ein großes Spektrum rechtlicher Reaktionen und juristisch-politischer Diskurse. Das Recht erweist sich dabei auf der diskursiven Ebene wie in der Praxis als flexibles und variables System der Regulierung politischer und sozialer Konflikte und prägte historisch langfristig Konzepte und Bilder von Revolten und politischen Verbrechen.

 
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