Wittelsbachische Territorien.
(Kurpfalz, Bayern, Pfalz–Neuburg, Pfalz–Sulzbach, Jülich–Berg, Pfalz-Zweibrücken)

Herausgegeben von Lothar Schilling und Gerhard Schuck

Ius Commune Sonderheft 116
Repertorium der Policeyordnungen der Frühen Neuzeit 3
Frankfurt am Main: Klostermann 1999. XIV, XII, 1991 S. in 2 Halbbänden

ISSN: 0175-6532
ISBN: 3-465-02795-7


Wittelsbachische Territorien.
(Kurpfalz, Bayern, Pfalz–Neuburg, Pfalz–Sulzbach, Jülich–Berg, Pfalz-Zweibrücken)
Herausgegeben von Lothar Schilling und Gerhard Schuck
Ius Commune Sonderheft 116
Repertorium der Policeyordnungen der Frühen Neuzeit 3
Frankfurt am Main: Klostermann 1999

Seit dem 15. Jahrhundert wurden in allen Territorien des Heiligen Römischen Reiches von den Landesherren und Obrigkeiten in großer Zahl Gesetze und Gebote erlassen, die unter Berufung auf das Konzept der "guten Policey" die Ordnung des Gemeinwesens erhalten oder (wieder)herstellen sollten. Die in großer Zahl erlassenen Policeyordnungen, –edikte und –mandate griffen regulierend und normierend in nahezu alle Bereiche der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft und des frühmodernen Staates ein. Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte erschließt die große Vielfalt dieser Policeynormen durch ein nach Territorien gegliedertes Repertorium.

Der dritte Band dokumentiert die Policeygesetzgebung der wichtigsten wittelsbachischen Territorien des Reiches. Er betrifft mit Kurpfalz, (Kur)bayern, Pfalz–Neuburg bzw.–Sulzbach, Jülich–Berg und Pfalz-Zweibrücken weit auseinander liegende Länder, die unterschiedliche soziale, ökonomische, konfessionelle und verfassungsrechtliche Strukturen aufwiesen, aber durch Angehörige derselben Dynastie und vielfach sogar durch denselben Landesherrn regiert wurden. Der Band enthält Angaben zu insgesamt ca. 14.500 Gesetzen, deren Regelungsbereiche durch ein umfangreiches und detailliertes Sachregister erschlossen sind. Der Ertrag des Bandes für die Forschung dürfte insofern besonders groß sein, als für einige wittelsbachische Territorien keine gedruckten Gesetzessammlungen vorliegen, so daß in breitem Umfang, teilweise sogar ausschließlich archivalische Überlieferung aufgearbeitet wurde.

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