Rechtsräume 3

Die sächsische Läuterung. Entstehung, Wandel und Werdegang bis ins 17. Jahrhundert

Volker Unverfehrt

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Die sächsische Läuterung. Entstehung, Wandel und Werdegang bis ins 17. Jahrhundert
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Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 317
Rechtsräume 3
Frankfurt am Main: Klostermann 2019. X, 328 S.

ISSN 1610-6040
ISBN 978-3-465-04388-1


Die Handhabung rechtlicher Institute in der Vergangenheit erschließt sich oftmals nicht auf den ersten Blick. Dies gilt umso mehr für solche, die heute nicht mehr existieren – wie die sächsische Läuterung. Ihre Spur lässt sich bis in die mittelalterliche deutsche Rechtspraxis zurückverfolgen und endet erst 1877/1879 mit den Reichsjustizgesetzen. Zuletzt als Rechtsmittel verwandt deuten frühere Formen der Läuterung noch auf einen Gebrauch als bloße Urteilserklärung hin. Den Gründen für die Entstehung, den Wandel und die Langlebigkeit der Läuterung, die über mehrere Jahrhunderte im sächsischen Prozess praktiziert wurde, widmet sich die Untersuchung.

Inhalt

Vorwort | IX

A. Einleitung

B. Forschungsstand

C. Gegenstand der Bearbeitung; Methode und Zielsetzung

D. Entwicklungen des gerichtlichen Verfahrens /geschichtlicher Hintergrund

I. Prozess und Gerichtsverfassung im hoch- bis spätmittelalterlichen Sachsen | 22

II. Die Entwicklung des frühneuzeitlichen sächsischen Prozesses | 35

III. Der Prozess nach dem römisch-kanonischen Recht | 41

IV. Besonderheiten des gemeinen sächsischen Prozesses | 63

E. Die Läuterung ca. ab der Mitte des 16. und im 17. Jahrhundert

I. Voraussetzungen für die Einlegung der Läuterung | 70

II. Die Wirkung der Läuterung und das Verfahren nach ihrer Einlegung | 73

III. Inhalt des Läuterungsbegehrens / Begründung der Läuterung | 74

IV. Die Entscheidung über die Läuterung | 121

V. Die »Erklärung« als Resultat der Läuterung | 123

VI. De abusu leuterationum – Vom Missbrauch der Läuterung | 146

VII. Zusammenfassung | 152

F. Die Läuterung ca. ab der Mitte des 15. bis zum Beginn

I. Die Läuterung des Schöffenspruchs | 159

II. Die Läuterung des Parteivorbringens | 180

III. Zulässigkeit der Läuterung / prozessuale Wirkung | 197

IV. Allgemeine Charakterzüge der Läuterung | 202

V. Zeitliche Einordnung / Entwicklungslinien | 206

VI. Gründe für die Entwicklung der Läuterung zum Rechtsmittel | 217

VII. Zusammenfassung | 239

G. De origine leuterationis – Vom Ursprung der Läuterung

I. Mögliche Gründe für die spärliche Quellenlage zur Läuterung vor 1450 | 243

II. Bisherige Theorien zum Ursprung der Läuterung | 249

III. Weitere Überlegungen zum Ursprung der Läuterung | 263

IV. Zusammenfassung | 284

H. Gesamtbetrachtung

I. Erste Phase: Etwa bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts | 287

II. Zweite Phase: Erste Hälfte bis Ende des 15. Jahrhunderts - die Läuterung als Auslegungsstreit über den Inhalt des Erstspruchs | 288

III. Dritte Phase: Ca. Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Ende des Untersuchungszeitraums – die Läuterung als Rechtsmittel | 289

Abkürzungsverzeichnis

Quellen

Literatur

Lexika / Wörterbücher / Nachschlagewerke

Gerichts-, Prozess- und Landesordnungen (chronologisch)

 
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