Max-Planck-Gesellschaft
Max-Planck-Institut fuer europaeische Rechtsgeschichte

Archiv News 2006

"Patenschaft" für Friedrich-Stoltze-Hauptschule

01. Dezember 2006

Seit dem girls-day 2005, an dem 25 Mädchen der Friedrich-Stoltze-Hauptschule in Frankfurt/Main (FSHS) im Institut waren und sich über die dort gebotenen Ausbildungsmöglichkeiten informierten, hat sich eine Art "Patenschaft" für die FSHS entwickelt. Zuletzt besuchten Carola Schurzmann und Gerhard H. Gräber die Klasse 9c und informierten über verschiedene Berufsbilder. Es wurde vereinbart, dass sich Schülerinnen und Schüler der FSHS als Schülerpraktikanten bewerben können und daraus gegebenenfalls die Chance auf eine Ausbildungsstelle im Institut erwächst.

Habilitation

15. November 2006

PD Dr. Susanne Lepsius wurde vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Frankfurt am Main am 19. Juli 2006 die Lehrbefugnis für Deutsche und europäische Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht, kirchliche Rechtsgeschichte erteilt. Der Titel ihres Probevortrags lautete "Personalisierungstendenzen beim Verein und bei der Wohnungseigentümergemeinschaft. Typenverwirrung oder Typenangleichung?". Die öffentliche Antrittsvorlesung über "Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Gerichtsverfahren gegen Amtsträger der spätmittelalterlichen, oberitalienischen Städte" fand am 15. November 2006 statt.

DRQEdit

10. Oktober 2006

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat einen Antrag zur Durchführung des Projekts "DRQEdit - Deutschsprachige Rechtsquellen des 16. Jahrhunderts in digitaler Edition" genehmigt. Antragsteller waren die Forschungsstelle Deutsches Rechtswörterbuch der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte und der Lehrstuhl für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln.

In dem Projekt werden rund 500 Originaldrucke des 16. Jahrhunderts als digitale Faksimiles und als Volltext im Internet verfügbar gemacht, semantisch erschlossen und durch Informationen aus der Sekundärliteratur angereichert. Ziel ist ein Informationssystem zur Rechts- und Sprachgeschichte des 16. Jahrhunderts. Die Vorlagen für die Digitalisierungskampagne stammen aus der Bibliothek des MPIeR, der Herzog August Bibliothek, der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin.

Neues Kolloquium

10. Oktober 2006

Im Wintersemester 2006/7 bieten PD Dr. Milos Vec und Dr. Cornelia Vismann ein Kolloquium für Gäste und Stipendiaten am MPI an. Es soll ein Forum sein, in dem eigene und fremde Texte vorgestellt werden. Alle MitarbeiterInnen und KollegInnen sind willkommen. Jeder ist eingeladen, Texte vorzuschlagen und auch zu präsentieren. Das Kolloquium findet montags von 15:00 bis 16:00 Uhr im Hörsaal des MPI statt. Die Lektüren werden über Aushang bekannt gemacht.

Auszeichnung

04. Oktober 2006

PD Dr. Milos Vec, Mitarbeiter am Institut, hat den Walter Kalkhof-Rose-Gedächtnispreis des Jahres 2006 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz erhalten. Der Preis wird an junge Nachwuchswissenschaftler in Würdigung ihres wissenschaftlichen Gesamtwerks verliehen und soll ihnen als Ermutigung für weitere Forschungen dienen. Er wird alle zwei Jahre abwechselnd in den Natur- und in den Geisteswissenschaften vergeben. Die Verleihung fand am 3. November 2006 im Gebäude der Akademie in Mainz statt.

Frühneuzeitliche Dissertationen

22. September 2006

Die formale und sachliche Erschließung der umfangreichen Sammlung frühneuzeitlicher juristischer Dissertationen des MPIeR sowie der Dauerleihgabe der Diözesanbibliothek Limburg wurde im September 2006 erfolgreich zu Ende geführt. Mit dem Nachweis von gut 70.000 Titeln (inklusive Mehrfachexemplaren) sind nunmehr die notwendigen Voraussetzungen für eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Literaturgattung geschaffen.

Christoph Bergfeld verstorben

31. Mai 2006

Am Abend des 31. Mai 2006 verstarb überraschend unser langjähriger Mitarbeiter Dr. Christoph Bergfeld. Der Nachruf von Michael Stolleis steht als PDF hier zur Verfügung.

Auszeichnung

23. Mai 2006

Dr. Friso Ross, ehemaliger Doktorand des Instituts, erhält für seine Dissertation "Justiz im Verhör: Kontrolle, Karriere und Kultur während der Diktatur von Primo de Rivera (1923-1930)" am 6. Juli 2006 den Werner-Pünder-Preis der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

Vortragsreihe

Keine Zeit!

Mai bis Juli 2006

Von Mai bis Juli findet im MPI für europäische Rechtsgeschichte die Vorlesungsreihe "Keine Zeit!" statt. "Zeit" ist für Historiker eine Sinndimension, in der das Geschehen zu Geschichte wird. "Zeit" ist auch für Juristen und Rechtshistoriker eine unentbehrliche Kategorie, da alle Fragen der Geltung von Recht auf Zeit verweisen. "Zeit" ist in den letzten Jahren darüber hinaus erneut und mit Nachdruck zum Thema theoretischer, philosophischer, naturwissenschaftlicher Reflexionen geworden. Es scheint deshalb höchste Zeit, Reflexionen aus verschiedenen Disziplinen und Denktraditionen anzuhören, zu sammeln, zu diskutieren - wobei wir billigend in Kauf nehmen, dass dabei Zeit, die eine Zeit, abhanden kommen könnte. [mehr]

Drei polygonale Kuben

14. Februar 2006

neubau.jpgDer Architektenwettbewerb für den Institutsneubau wurde am 8. Februar 2006 von der Jury unter dem Vorsitz von Prof. Manfred Hegger entschieden. Der von der Bauabteilung der Max-Planck-Gesellschaft ausgelobte Wettbewerb hatte zum Ziel, für den Standort auf dem Campus Westend unter Wahrung des städtebaulichen Ensemblegedankens eine eigenständige und integrative Entwurfslösung zu finden, die durch die unmittelbare Nähe zu den geisteswissenschaftlichen Fakultäten die angestrebte wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Universität dokumentiert. Das zu beplanende Baugrundstück befindet sich derzeit im Besitz des Landes Hessen und wird der Max-Planck-Gesellschaft im Erbbaurecht überlassen. An dem Wettbewerb haben sich neun renommierte Architekturbüros beteiligt. Der Beitrag des Berliner Architekturbüros Volker Staab wurde einstimmig mit dem 1. Preis prämiert und von der Jury zur Realisierung vorgeschlagen. Mit dem 2. Preis wurde das Frankfurter Büro mtp Architekten ausgezeichnet. Der Siegerentwurf bildet einen erdgeschossigen Sockelbau aus, aus dem drei polygonale Kuben entwickelt werden. Dabei gelingt es mit wirtschaftlichen Mitteln ein Gebäude mit hoher räumlicher Qualität und einer guten Wiedererkennbarkeit zu schaffen. Dieser an der südöstlichen Ecke der Campusplanung gelegene sechsgeschossige Neubau markiert mit seiner kraftvollen und skulpturalen Architektursprache die gewünschte stadträumliche Wahrnehmbarkeit an der Hansaallee. Ein baumbestandener Innenhof, dessen überdeckter Umgang die drei Funktionsbereiche des Instituts miteinander verbindet, bildet das kommunikative Zentrum des Instituts. Fensterbänder in den Büros und Lesegalerien ermöglichen Mitarbeitern und Bibliotheksnutzern reizvolle Ausblicke auf die umgebende Campuslandschaft, und Besuchern und Gästen interessante Einblicke in die Forschungsarbeit des Instituts. Der Baubeginn ist für Anfang 2008 vorgesehen.

Stipendiatenkaffee

18. Juni 2007

Am Montag, den 18. Juni 2007 spricht um 16:00 Uhr Dr. Antonella Bettoni (Macerata) über "Die juristische Institution der Infamie im 16. und 17. Jahrhundert" (in englischer Sprache) im Hörsaal des Instituts. Gäste sind herzlich willkommen!

Vortrag für Freunde

18. Januar 2006

Die Freunde des Frankfurter Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte laden zu einem Vortrag ein. Es spricht das Mitglied des Freundeskreises, Professor Dr. Armin Wolf zum Thema "Hatte Homer eine Karte? Zur Geographie der Odyssee". Die Veranstaltung findet am 3. Februar 2006, 18 Uhr c.t. im Vortragssaal des Instituts statt. Im Anschluss findet ein geselliges Beisammensein bei einem Glas Wein statt.

Marie-Curie-Stipendien für Doktoranden

19. Januar 2006

Das MPIer und seine Partnerinstitute schreiben Promotionsstipendien für ein Europäisches Doktorat in Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie, Rechtsanthropologie oder Rechtsphilosophie der europäischen Rechtskulturen aus. Die Bewerbungsfrist lief bis zum 15. Mai 2006.

Vortragsreihe Stand und Perspektiven der antiken Rechtsgeschichte

April bis Juni 2006

Zu Beginn des Sommersemesters 2006 veranstaltet die International Max Planck Research School for Comparative Legal History eine Vortragsreihe, welche die Perspektiven ausloten will, die sich einer Beschäftigung mit dem Recht der Antike heute noch bieten. Sind den seit Jahrhunderten bekannten und diskutierten Quellen des römischen Rechts überhaupt noch neue Aspekte abzuringen? Sie die Quellen und Themen der griechischen Rechtsgeschichte dem heutigen Recht nicht viel zu fern als dass sie das Interesse des 21. jahrhundert beanspruchen dürften? Eine Reihe prominenter Rechtshistoriker stellt sich der Herausforderung dieser skeptischen Fragen. Vortragsreihe Stand und Perspektiven der antiken Rechtsgeschichte. [mehr]