Max-Planck-Gesellschaft
Max-Planck-Institut fuer europaeische Rechtsgeschichte

Archiv News 2003

Buchvorstellung und Symposion

Am Montag, dem 1. Dezember 2003, fand in der Hessischen Landesvertretung in Berlin die Präsentation einer Neuerscheinung des Verlags Vittorio Klostermann statt. Vorgestellt wurde das Buch "Recht und Juristen im Spiegel der Beschlüsse des Politbüros und Sekretariats des Zentralkomitees der SED", bestehend aus zwei Teilbänden. Das Werk ist im Rahmen des Institutsprojekts "Normdurchsetzung in osteuropäischen Nachkriegsgesellschaften (1944-1989)" entstanden. Aus diesem Anlass lud der Verlag zu einem Symposion mit anschließendem Imbiss mit Getränken ein.

Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse

Das bisher am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte angesiedelte Projekt wird nach Abschluss der Pilotstudie von den Universitäten in Berkeley und Marburg (Prof. Henning Radtke und Prof. Dieter Rössner) weitergeführt. Dies sieht ein am 7. Juli 2003 zwischen dem MPIeR und der Universität Marburg in Absprache mit der Volkswagenstiftung sowie den Projektleitern, Prof. David Cohen, University of California, Berkeley, und Prof. Dieter Simon, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, geschlossener Kooperationsvertrag vor. Das MPIeR wird das Projekt beratend und fördernd begleiten.

Habilitation

Dr. Rainer Maria Kiesow wurde vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Frankfurt am Main am 18. Juni 2003 die Lehrbefugnis für Neuere Rechtsgeschichte, Rechtstheorie und Rechtsphilosophie erteilt. Der Titel seines Probevortrags lautete "Das Experiment mit der Wahrheit: Folter im Vorzimmer des Rechts". Die öffentliche Antrittsvorlesung über "Josef Kohlers Poesie" fand am 19. November 2003 statt.

Auszeichnung

Prof. Dr. Marie Theres Fögen, Direktorin am Institut, wurde für ihre Monografie "Römische Rechtsgeschichten. Über Ursprung und Evolution eines sozialen Systems" in der Rubrik Alte Geschichte mit dem Preis für "Das Historische Buch 2002" ausgezeichnet. Der Preis wird vom Informations- und Kommunikationsnetzwerk für Historiker H-Soz-u-Kult für herausragende geschichtswissenschaftliche Publikationen des Vorjahres vergeben. In der diesjährigen Jury wirkten 37 Historikerinnen und Historiker mit.

Auszeichnung

Sebastian Kneisel aus der Forschungsgruppe "Recht in der Industriellen Revolution" hat als Mitglied des Teams der Universität Frankfurt am Main den dritten Platz bei einem Internationalen Schiedsgerichtswettbewerb belegt. Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot fand vom 10. bis 18. April 2003 an der Universität Wien statt. Sebastian Kneisel und das Frankfurter Team erreichten von 128 Universitäten aus 36 Ländern den dritten Platz des Werner Melis Award für ihren Beklagtenschriftsatz und erhielten zudem eine lobende Erwähnung für ihren Klägerschriftsatz.

Auszeichnung

Stephanie Steinle, Doktorandin am Institut von 1997 bis 1999 und Mitglied des Projekts zur Geschichte des Völkerrechts, wurde für ihre Dissertation "Völkerrecht und Machtpolitik – Georg Schwarzenberger (1908-1991)" von der American Society of International Law (ASIL) mit dem Preis für "High Technical Legal Craft" ausgezeichnet. Der Preis ist einer von drei jährlich vergebenen Preisen zur Wissenschaftsförderung durch die ASIL. Das Buch ist im vergangenen Jahr in den "Studien zur Völkerrechtsgeschichte" erschienen. Die Preisverleihung fand im April 2003 statt.