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Dr. Sigrid Amedick
Sigrid Amedick
Bibliotheksleiterin
Telefon: +49 (69) 789 78 - 129

Digitale Bibliothek

Digitization Lifecycle

Das Projekt „Digitization Lifecycle“ DLC (Laufzeit 01.02.2011-31.01.2013) hatte zum Ziel, eine webbasierte Arbeitsumgebung für den Import, die Bearbeitung, Erschließung und Veröffentlichung digitalisierter Text- und Bildmaterialien zu schaffen. In dem Projekt arbeiteten vier Max-Planck-Institute der geistes- sozial- und humanwissenschaftlichen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft - das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, das Kunsthistorischen Institut in Florenz und die Bibliotheca Hertziana in Rom – sowie die Max Planck Digital Library (MPDL) in München eng zusammen; das Projekt wurde mit zentralen Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft gefördert. 

Die im Projekt entstandene open source software DLC setzt technisch als Applikation auf der eSciDoc Infrastruktur auf. Bestandteile der Software sind ein Importmodul für Images, bibliographische Daten, Struktur- oder Volltextdaten sowie kodikologische Metadaten, ein online-Editor für die Erfassung von Strukturdaten sowie eine Plattform zur Veröffentlichung der digitalen Objekte. DLC bzw. die in DLC präsentierten Daten weisen folgende Funktionalitäten und Eigenschaften auf: 

  • Organisation von Einzelbildern zu digitalen Dokumenten (Digitale Faksimiles)
  • Verknüpfung von Bildern und Metadaten (deskriptive Metadaten, Strukturdaten, kodikologische Metadaten) 
  • Geordnete Präsentation der digitalen Dokumente in Digitalen Sammlungen
  • Mehrsprachigkeit von Nutzeroberfläche und Bearbeitungswerkzeugen: deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch
  • Browsing in einer Digitalen Sammlung
  • Institutionenübergreifende, sammlungsübergreifende oder sammlungsspezifische Suche in Metadaten und Volltexten: wahlweise googleorientierte einfache Suche oder differenzierte, gefelderte Suche
  • Navigation im digitalen Dokument durch die Verlinkung von Inhaltsverzeichnis und Digitalisaten
  • Ansteuern eines beliebigen Images anhand der physikalischen oder logischen Seitenzahl (Bildnummer oder Original-Paginierung)
  • Blättern (vor – zurück); Springen an den Anfang oder das Ende eines Dokuments
  • Anzeige der Images in drei verschiedenen Auflösungen: Thumbnail, einseitige / doppelseitige Anzeige, Anzeige als Vollbild
  • Einbindung des Digilib-Viewers (einseitige Ansicht): zoomen, drehen, Helligkeit oder Kontrast ändern, markieren
  • Herkunftsnachweis der Digitalisierungsvorlage in einer Nachweisleiste der Images
  • Anzeige der deskriptiven (bibliographischen) Metadaten
  • Verlinkung der bibliographischen Daten mit dem Bibliothekskatalog des Anbieters
  • Anzeige der Struktur-Metadaten (Inhaltsverzeichnisse)
  • persistenter Zitierlink (handle)
  • Download des Dokuments als PDF
  • Metadaten-Export im MODS/METS-Format
  • Volltext-Export im TEI-Format
  • OAI-Schnittstelle (bedient auch den DFG-Viewer)

Mit DLC ist eine nachhaltige und nachnutzbare Lösung entstanden, die dem Bedarf an einer flexiblen technischen Infrastruktur für Digitalisierungsprojekte gerecht wird. Back-end und Front-end von DLC werden in einem Leitfaden ausführlich beschrieben.

Nach Abschluss des Projekts wurde für die vier genannten Institute eine gemeinsame DLC-Instanz unter dem Namen Digital Libraries Connected aufgesetzt, die von der MPDL gehosted wird.

 
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